Herzinfarkt
Die Risikofaktoren für das Auftreten eines
Herzinfarktes sind bekannt:

- Nikotinkonsum,
-
hohe Blutfette (Cholesterin)
-
Bluthochdruck
- Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)
- Herzinfarkt bei Eltern oder Geschwistern.

Patienten, bei denen die Verengung der Herzkranzgefäße langsam abläuft, verspüren Wochen bis Jahre vor dem Herzinfarkt eine belastungsabhängige Brustenge, die sogenannte Angina pectoris.
Diese stellt allerdings schon ein Spätstadium der Herzkranzgefäßerkrankung dar, da zu diesem Zeitpunkt schon höhergradige Verengungen (Stenosen) vorliegen. Erst in diesem fortgeschrittenen Stadium zeigen die wichtigen, Untersuchungsmethoden wie z. B. Belastungs-EKG, Herzszintigraphie und Stressechokardiographie einen auffälligen Befund.

Im Gegensatz hierzu erkennt man heute mit dem UCT Erkrankungen der Herzkranzgefäße noch bevor hochgradige Engstellen eingetreten sind und bevor Belastungs-EKG, Herzszintigraphie und Stressechokardiographie auffällig werden.

Gesundes Gefaess Verschlossenes Gefaess
Gesundes
Herzkranzgefäß
Verschlossenes
Herzkranzgefäß
Die Koronarsklerose beginnt mit fetthaltigen Ablagerungen in den Koronararterien. Diese sogenannten weichen Plaques sind leider bis heute mit keiner der nichtinvasiven Untersuchungsmethoden (auch nicht mit der Kernspintomographie) nachweisbar. Die weichen Plaques lagern aber oft schon frühzeitig Kalk in kleinsten Mengen ein. Später schreitet diese Verkalkung als Endergebnis eines entzündungsähnlichen Prozesses (harter Plaque) fort.


Zeitliche Reihenfolge der Erkennung von krankhaften Veränderungen an den Koronargefäßen.
Der untere Teil der Abbildung zeigt einen schematischen Querschnitt durch ein Herzkranzgefäß. Man erkennt die zunehmende Einengung durch einen Plaque (grau). Die verbleibende Öffnung des Gefäßes ist rot dargestellt.

Plaque
Am frühesten können Kalkeinlagerungen mit dem ultraschnellen Computertomogramm (UCT) erkannt werden. Später auftretende Einengungen werden am besten mit der Herzkatheteruntersuchung (Koronarangiographie) diagnostiziert. Erst bei höhergradigen Engstellen zeigt die Herzszintigraphie bzw. die Stressechokardiographie, später dann auch das Belastungs-EKG Auffälligkeiten (modifiziert nach Erbel, Herz, 1996).
Grundlagen
Weiter
Weiterführende Details finden Sie in unseren Fachinformationen

Home